Tai Chi Chuan – Yang-Stil

 „Tai Chi Chuan“ ist eine sanfte, lockere Bewegungstherapie und dient zur Erhaltung der Gesundheit und Vitalität. Die Ursprünge gehen auf eine 2.500-jährige Tradition zurück. Die damals erlernten Übungen wurden „Kung Fu“ genannt und gelten als Ursprung aller heute bekannten Kampfkünste. Tai Chi wird durch das Yin – Yang – Symbol versinnbildlicht, das die Ausgewogenheit der Gegensätze darstellt, von denen keiner für sich alleine stehen kann und die voneinander abhängig sind. Es drückt sich in den harmonisch ablaufenden Bewegungen aus, in einem Spiel der Gegensätze.

 

Aus den taoistischen Praktiken, den frühen Gesundheitsübungen und der Trennung  von den äußeren Kampfkünsten (Einsatz von Muskelkraft und Schnelligkeit) entstand ein fließender Übergang zum Tai Chi Chuan. Es haben sich verschiedene Formen herausgebildet. Der traditionelle Chen-Stil entstand ca. 1650 in der Chen-Familie. Die Übungen werden in unterschiedlicher Dynamik ausgeführt und wirken kämpferisch.

 

Andere Stile haben sich aus ihm entwickelt. Der Yang-Stil wird langsam und gelassen ausgeführt. Der gesundheitsfördernde Aspekt der raumgreifenden Bewegungen steht im Vordergrund. Er wurde erstmals um 1800 am kaiserlichen Hof von Meister Yang Lu Chan unterrichtet und ist heute in ganz China verbreitet.

 

Diese Ganzkörperbewegungen (drehen, ausweichen, drücken, stoßen, ziehen, usw.) und die angepasste Atemtechnik dienen der meditativen Selbstversenkung, d.h. dem Erleben der inneren Kraft Chi. Tai Chi Chuan ist als eine sanfte aber wirksame Methode bekannt, um den Kreislauf zu stabilisieren und die Organe zu stärken. Die Entspannung des Körpers erfolgt bei gleichzeitiger Konzentration auf die Übungen. Grundsätzliche Ziele des Tai Chi Chuan sind: Gesunderhaltung, Selbstverteidigung und Meditation. In vielen Angriffs- und Abwehrbewegungen ist ihre Entstehung aus der Kampfkunst  erkennbar. An Stelle der Härte ist eine sanfte Behutsamkeit getreten, die zur Entspannung und Gelassenheit führen soll. Die Ganzkörperbewegungen mit ständigen Gewichtsverlagerungen werden fließend in langsamen Bewegungen, in angepasster Atemtechnik, ausgeführt. Der ganze Körper wird dadurch beweglicher.

 

Die positiven Auswirkungen auf die Wirbelsäule, die Gelenke, Muskeln, Bänder, Blutzirkulation und das Nervensystem lassen Tai Chi Chuan zur höchstentwickelten Gesundheitsgymnastik werden – so nennen es die Chinesen.

Tai Chi Chuan ist in jedem Alter erlernbar.

 

Es werden Kurzformen und Langformen geübt, sowie Übungsformen des Qi Gong, z.B. „Die 8 Brokate“. Ebenfalls eine Schwertform. Sie verbessert die Geschmeidigkeit, Geschicklichkeit, Kraft und Koordinationsfähigkeit.

 

Trainingszeit für Anfänger und Fortgeschrittene: Freitags von 20.00 bis 21.30 Uhr

Es besteht die Möglichkeit, jederzeit einen Schnupperabend mitzumachen oder in den laufenden Trainingsbetrieb einzusteigen

Trainingsort: Walter-Jacob-Halle beim Schlossgymnasium

Bekleidung: Bequeme Kleidung, Socken oder Gymnastikschuhe, Turnschuhe

Gebühren: Für die die ersten 10 Übungsabende (Schnupperkurs) 20,00 €. Wer längerfristig üben möchte, sollte Mitglied in der Abteilung werden. Für Abteilungsmitglieder entstehen keine Gebühren.

 

 

Trainer

Stefan Molitor
Tai Chi Gruppenleiter WJV
Übungsleiter C Judo WLSB.
Tel: 07021 6448

Kontakt:
st_molitor@web.de